Neben wichtigen Umweltaspekten ist für die Wirtschaftlichkeit von Elektroautos die Entwicklung der Strom- und Kraftstoffpreise in den kommenden Jahren entscheiden, welche heute niemand vorhersehen kann. Dennoch können Sie anhand der untenstehenden Diagramme die Preisentwicklungen der letzten Jahrzehnte nachverfolgen. Dabei ist insbesondere der enorme Anstieg der "Super bleifrei"- und Dieselpreise erkennbar.

*DM Preise vor 2002 wurden mit einem Wechselkurs von 1 DM = 0,51129 EUR umgerechnet. Quelle: ADAC

Kostete ein Liter Super 1990 durchschnittlich noch ca. 60,69 Cent (118,7 Pfennig), waren es zehn Jahre später schon 101,64 Cent und 2010 dann 140,50 Cent je Liter. Dies entspricht einer jährlichen Steigerung von 4,42% bei Super-Benzin und 4,56% bei Diesel, im Vergleich zu einer geringen Inflationsrate von durchschnittlich 2% jährlich. Insgesamt haben sich die Preise seit 1986 fast verdreifacht mit Steigerungen um 182% bzw. 179% bis 2011.

*bis 1991 früheres Bundesgebiet, ab 1992 Deutschland gesamt. Quelle: Statistisches Bundesamt

Trotz der EEG-Umlage stiegen die durchschnittlichen jährlichen Strompreise dagegen eher moderat um 2,84% pro Jahr bzw. insgesamt um etwa 90% von 1986 bis 2011 und somit nur geringfügig mehr als die restlichen Verbraucherpreise (s. Inflation = Teuerungsrate).



Die Preise werden unter anderem aufgrund knapper Ressourcen und immer teureren Explorationsverfahren zur Erschließung neuer Ölfelder getrieben. Auf der anderen Seite steigen die Preise aber auch durch eine zunehmende Internalisierung externer Kosten wie Umwelt- und Klimaschäden, z.B. durch staatliche Instrumente wie die Ökosteuer (hier Mineralölsteuer und Stromsteuer). Die Zusammensetzung der einzelnen Preise zeigen die nachfolgenden Diagramme. Bei einem funktionierenden Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten der EU, würden beim Betrieb konventioneller Kraftwerke anstatt der bisher fast kostenlosen Verschmutzung der Atmosphäre automatisch höhere Kosten anfallen, sodass die Wirtschaftlichkeit von EE-Anlagen auch ohne Förderung stiege. Ganz ähnlich würde es bei eine Besteuerung nach CO2-Emissionen und Fahrleistung beim Vergleich von Verbrennungs- und Elektrofahrzeugen aussehen.

*Quelle: BDEW

*Quelle: Wikipedia

Trotz aktuell wieder gesunkener Benzin- und Dieselpreise kann weiterhin von steigenden Preisen für die nächsten Jahrzehnte ausgegangen werden. Insbesondere durch den niedrigen Ölpreis kann es aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit zu fehlenden Investition in die Erschließung neuer Ölfelder kommen, deren Ressourcen dann im kommenden Jahrzehnt bei steigendem Ölbedarf fehlen und den Preis in die Höhe treiben.


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